Sicherer Umgang mit Social Media

Sieben Regeln für den sicheren Umgang mit Social Media

Die gedankenlose Nutzung von Social Media kann soziale, finanzielle sowie rechtliche Folgen haben. Hier erfahren Sie die wichtigsten Regeln für den sicheren Umgang mit Social Media.

Sicherer Umgang mit Social Media

1. Sie beachten Urheber- und Persönlichkeitsrechte

Laden Sie ausschließlich Fotos und Videos hoch, die sie selbst erstellt haben. Alternativ haben Sie die schriftliche Erlaubnis des Urhebers. Aber auch wenn Sie das Foto selbst geschossen haben, dürfen Sie es nicht unbedingt veröffentlichen. Denn wenn Sie ein Bild ohne vorherige Zustimmung der abgebildeten Person hochladen, verletzen Sie das Recht am eigenen Bild. Teuer kann es in jedem Fall werden. Denn schlimmstenfalls erhalten Sie eine Abmahnung, in der von Ihnen eine Unterlassungserklärung sowie Abmahnkosten und gegebenenfalls Schmerzensgeld verlangt werden. Unsere Empfehlung: Im Zweifelsfall besser unterlassen oder Rechtsanwalt fragen.

2. Sie schreiben niemals über Firmeninterna

Kriminelle nutzen gerne das Mitteilungsbedürfnis von Menschen aus. Dabei haben sie leichtes Spiel, wenn sie auf leichtgläubige Nutzer stoßen. Durch geschickte Manipulation entlocken sie den betreffenden Personen interne Unternehmensinformationen. Machen Sie es sich daher zur Regel, grundsätzlich nichts über den Arbeitgeber zu schreiben.

3. Sie verwenden sichere Passwörter

Sichere Passwörter sind überall wichtig, auch in den sozialen Medien. Denn Sie möchten sicherlich nicht, dass Ihr Social Media Account von fremden Personen benutzt wird. Insbesondere beim Firmen-Account sollten Sie auf die Sicherheit achten. Der worst case für jedes Unternehmen: Hacker übernehmen den Account und verfälschen Inhalten. Oder Sie verteilen gleich Viren und Würmer an Kunden.
Daher ist es zum Beispiel keine gute Ideen, seinen Namen plus Geburtsjahr zu verwenden. Denn gerade Namen sind schnell geknackt. Genauso verhält es sich mit Wörtern, die im Duden stehen. Also auch keine gute Idee für ein sicheres Passwort. Aber wann ist ein Passwort sicher? Wenn es mindestens acht Zeichen enthält. Dazu noch große und kleine Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen. Am besten bauen Sie sich eine Eselbrücke. Damit wird aus dem Satz „Am Samstag 27. Mai 1995 bin ich geboren“ das Passwort „A$27M1995big“.

4. Sie passen die Privatsphäre-Einstellungen an

Sollen Ihr Chef oder Ihre Mitarbeiter die Fotos von Ihrer letzten Party sehen? Insbesondere die Fotos, die weit nach Mitternacht entstanden sind? Würden Sie analoge Abzüge der Fotos ebenfalls so großzügig verteilen? Überlegen Sie daher vor dem Posten, wer die Fotos sehen darf.
Niemand käme auf die Idee, sich auf einen Marktplatz zu stellen und lauthals zu verkünden, dass er in den nächsten zwei Wochen im Urlaub ist. In den sozialen Medien kommt das leider immer noch vor. Es darf sich niemand wundern, wenn Einbrecher solche günstigen Gelegenheiten nutzen. Darüber hinaus dürfen Sie sich im Schadensfall auch noch mit Versicherung streiten.
Meistens sind die Einstellungen zum Datenschutz standardmäßig schwach vorinstalliert. Nach einer Registrierung bei Facebook & Co sollten diese also unbedingt aktiv angepasst werden. Des Weiteren sollten Sie für jeden Beitrag die Zielgruppe auswählen.

5. Sie prüfen Freundschaftsanfragen

Stellen Sie sich vor, Sie haben erst kürzlich die Freundschaftsanfrage einer vermeintlich bekannten Person angenommen. Jetzt fragt Ihr neuer „Freund“ nach Ihrer Handynummer. Als Grund wird ein gestohlenes, verlorenes oder defektes Handy angegeben. In solchen Fällen sollten Sie besonders vorsichtig sein. Denn es könnte sich um ein Fake-Profil handeln. Übrigens ist es hier wie im wahren Leben. Die Geschädigten erfahren häufig als letzte von ihrer „zweiten“ Existenz.
Wenn Ihnen Ihr neuer „Freund“ eine Nachricht mit Link schickt, ist die Falle aufgestellt. Sie schnappt zu, wenn Sie auf den Link klicken. Denn dann haben Sie ein Abo abgeschlossen oder sich eine Schadsoftware eingefangen. Geben Sie also nicht Ihre Kontaktdaten heraus. Fragen Sie Ihr Gegenüber stattdessen nach seiner Nummer und rufen Sie dann mit unterdrückter Nummer an. Sicher ist sicher.

6. Sie achten bei Gewinnspielen auf die Details

Bei Facebook sind grundsätzlich keine Gewinnspiele gestattet, für die Sie einen Beitrag teilen oder eine Person markieren müssen. In solchen Fällen handelt es sich um Fakes. Sollte das gefordert sein, nehmen Sie bitte nicht am Gewinnspiel teil. Statt eine Gewinnchance zu bekommen, sind Sie ein „Fan“ geworden. Später erhalten Sie Links zu Seiten, auf denen Sie Geld ausgeben sollen. Lassen Sie dann die Finger davon, auch wenn die vermeintlichen Gewinne noch so verlockend sind.

Seriöse Gewinnspiele zeichnen sich dadurch aus, dass Sie die „Betreiber-Facebook-Seite“ und das „Gewinnspiel-Bild“ liken sollen. Man darf darauf hinweisen, dass das Teilen erwünscht ist. In diesen Fällen besteht in der Regel keine Gefahr.

7. Sie klicken keine Links auf WhatsApp an

Nicht nur bei Facebook lauern Abo-Fallen. Auch bei WhatsApp können sich Links als solche entpuppen. Klicken Sie daher niemals auf einen Link, der Ihnen von einer fremden Person geschickt wird. Blockieren Sie den Absender sicherheitshalber danach. Übrigens verschickt WhatsApp nur Push-Nachrichten. Falls Sie also eine direkte Nachricht von WhatsApp erhalten, können Sie davon ausgehen, dass ein Betrüger dahinter steckt. Generell sollten Ihre Alarmglocken klingeln, wenn Sie den Absender einer Nachricht nicht einwandfrei identifizieren können.

By |2018-08-23T10:09:20+00:0023 August, 2018|
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