Kinderhilfe Nepal: CSM MeinSystemhaus hilft mit

Peter Thiel von CSM MeinSystemhaus und Monika Lucht von Kinderhilfe Nepal

CSM MeinSystemhaus unterstützt unterschiedliche Projekte. Denn jeder kann etwas tun, um die Welt ein kleines Stückchen besser zu machen. Ein Ziel unseres sozialen Engagements sind die Kinder in Nepal. Monika Lucht von der Kinderhilfe Nepal freut sich über die Unterstützung.

Logo Kinderhilfe Nepal

Kinderhilfe Nepal e. V.

Die Kinderhilfe Nepal e.V. schenkt Kindern und Jugendlichen eine Zukunft. Denn sie ermöglicht ihnen eine Schul- und Berufsausbildung. Monika Lucht engagiert sich seit vielen Jahren für die Kinderhilfe Nepal. Sie vermittelt Patenschaften, mit deren Hilfe die Kinder Zugang zur Bildung erhalten. Die Paten unterstützen „ihr Kind“ monatlich mit 25 Euro, die in Schulgeld, Schuluniform und Bücher investiert werden. Damit das Geld tatsächlich seinen Zweck erfüllt, wird es direkt an die jeweilige Schule ausgezahlt. Zusätzlich reisen die Ehrenamtlichen des Vereins regelmäßig nach Nepal und überprüfen, ob alle Spendengelder gemäß den Vorgaben verwendet wurden.

Vertrauensleute vor Ort

Da der Verein nicht ständig vor Ort sein kann, arbeitet er mit zuverlässigen Vertrauensleuten zusammen. Frau Lucht erläutert: „Bevor wir eine Patenschaft vermitteln, prüfen unsere Vertrauensleute, ob die Familie wirklich bedürftig ist. Darüber hinaus klären sie, ob die Familie gewillt ist, ihre Kinder in die Schule gehen zu lassen. Denn es gibt Familien, deren Kinder bereits im Steinbruch arbeiten müssen, um zum Lebensunterhalt beizutragen.“

Schulkinder in NepalBildung ist der Schlüssel

Nepal zählt zu den ärmsten Ländern der Erde. Da sich viele Familien das Schulgeld für ihre Kinder nicht leisten können, sind die Hälfte der Einwohner Analphabeten. Wenn Frau Lucht in Nepal ist, fällt ihr der Besuch von Schulen besonders schwer. Sie sagt: „Da stehen meistens Kinder am Eingang, die auch unbedingt in die Schule gehen möchten. Aber ihre Eltern können das Schulgeld nicht aufbringen. Es ist schwer, an diesen Kindern vorbeizugehen, denn am liebsten möchte man jedes Kind unterstützen.“ Für Menschen ohne Bildung gibt es jedoch weder Perspektiven noch Chancen auf positive Veränderungen. Außerdem gibt es ohne Bildung auch keinen wirtschaftlichen Fortschritt für das Land. Armut und Analphabetismus hängen eng zusammen. Bildung ist der Schlüssel, der den Teufelskreis namens Armut durchbrechen kann.

Managerin statt Putzfrau

Als Frau Lucht Seema Katri kennenlernt, wohnt diese mit ihrer Mutter in Kathmandu. Monika Lucht erinnert sich: „Beide wohnten im Hinterhaus in einem kleinen Zimmerchen, in dem ein Bett und ein kleiner Schrank stand. Ohne Küche, ohne Toilette und mit einer öffentlichen Wasserstelle vorm Haus. Um die Miete bezahlen zu können, hatte die Mutter eine Putzstelle in einem Hochhaus. Sie wünschte sich nichts sehnlichster als eine bessere Zukunft für ihre Tochter.“ Dieser Wunsch ist durch die Unterstützung des Vereins wahr geworden. Heute hat Seema Katri ein Management-Studium erfolgreich abgeschlossen. Monika Lucht freut sich: „Es ist viel Arbeit, aber wenn man dann die glänzenden Augen sieht…“.

Schule statt Wilderei

Bei einem Aufenthalt in Nepal treffen Frau Lucht und Ihre Mitstreiter auf Waldmenschen, die unter ärmsten Verhältnissen in den Bergen leben. Die einzige Möglichkeit, etwas für den Lebensunterhalt zu verdienen, besteht bisher in der Wilderei von Nashörnern. Für den Verein war klar, dass sie den Menschen helfen möchten. Und den Nashörnern natürlich auch. Jetzt soll den Kindern und Jugendlichen ein Schulbesuch ermöglicht werden. Denn erst wenn sie Lesen und Schreiben lernen, können sich für die Menschen Alternativen zur Wilderei eröffnen.

Chepang-Mädchen Karuna kann bald wieder laufen

Das Leben im Urwald hat Karuna einen Fuß gekostet, denn sie hat sich die Füße an einer offenen Feuerstelle verbrannt. Als das Unglück passiert, war ihre Mutter unterwegs, um Holz zu sammeln. An einem Fuß fehlen heute zwei Zehen und der andere musste vollständig abgetrennt werden. Medizinische Versorgung? Gibt es im Urwald nicht und ist außerdem für die „Waldmenschen“ unbezahlbar. Durch eine Patenschaft konnten die notwendigen Operationen bezahlt werden, damit Karuna eine Prothese tragen kann. Die Organisation der Krankenhausaufenthalte war zudem eine Herausforderung. Die Fahrt zur Klinik in Kathmandu bedeutet eine achtstündige Busfahrt. Außerdem gibt es dort nur die ärztliche Versorgung. Das Mädchen brauchte also immer eine zusätzliche Begleitung, die sich um das Essen und die sonstige Betreuung kümmert. Heute geht Karuna zur Schule – sie ist auf einem guten Weg.

Chepang – Das fast vergessene Volk

Chepang bedeutet: „Die mit Hund und Pfeil auf die Jagd gehen“. Sie sind eine der kleinsten ethnischen Minderheiten. Die Ureinwohner sind ein fast vergessenes Volk, das über jahrhundertealtes Wissen über die Heilkraft von Pflanzen und Kräutern verfügt. Sie leben in den Mahabharat Bergen, den Vorbergen des Himalajas und werden auch Waldmenschen genannt. Die Lebensweise in einer so isolierten Region unterscheidet sich völlig von dem, was wir kennen. Es gibt keine Anbindung an größere Orte und folglich auch keinen Fortschritt und keine Entwicklung. Autos sind nutzlos, denn die Siedlungen sind nur zu Fuß erreichbar. Darüber hinaus wird man nass, denn man muss etliche Male hüfttief durchs Wasser. Die eintausend Meter Höhenunterschied scheinen da noch die kleinste Herausforderung zu sein.

NepalNepal: Berge – Menschen – Götter

Nepal ist ein Land der Extreme und Superlativen. Mit dem Mount Everest und dem Kali-Gandaki-Tal befinden sich dort sowohl der höchste Berg als auch das tiefste Tal der Erde. Bedingt durch die geografische Lage und die extremen Höhenunterschiede gibt es eine große landschaftliche und biologische Vielfalt. Infolgedessen gibt es über 320 Orchideen-, 850 Vogel- und 120 Säugetierarten. Außerdem wachsen mehr als 600 Pflanzenarten nur in Nepal.

Die Vielfalt geht auch bei den Menschen, Religionen und Sprachen weiter. Denn in Nepal leben mehr als 35 verschiedene ethnische Völker: Bahun, Bhotia, Chepang, Chhetri, Gurung, Limbu, Newar, Rai, Sherpa, Sunwar, Tamang, Thakali, Tharu, Tibeter uvm. Von den meisten haben wir Europäer noch nie etwas gehört. Allen gemein ist die extreme Freundlichkeit. Denn die Nepalesen glauben, dass Gäste Götter sind. Daher bemühen sie sich, dass sich Gäste stets wie zu Hause fühlen.

Wir unterstützen die Kinderhilfe Nepal gerne dabei, den Kindern eine Chance auf eine hoffnungsvollere Zukunft zu geben.